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Zur Geschichte des BraunebergesEine Urkunde von 1333 nennt ihn "Brunnenberg ex opposito Dusemont". Erst seit 1925 erklärt sich Dusemond-Filzen mit seiner berühmten Weinbergslage identisch, indem es den Namen "Brauneberg" annimmt, auch in der Absicht, den Glanz dieses Weinberges auf die weniger begünstigten Ortslagen "Mandelgraben" und "Klostergarten" abfärben zu lassen. Der Name "Dusemond" wird verschieden gedeutet: Poetisch von "dulcis mons" - süßer Berg - und geographisch von "Mündung der Duse", jenem kleinen Bach, der zwischen Dusemond und Filzen in die Mosel fließt.
Der steile Südhang des Brauneberges zieht sich parallel der Mosel von Kesten bis zur Liesermündung hin und liegt den Orten Mülheim und Brauneberg gegenüber. CHRISTIAN VON STRAMBERG, der Klassiker unter den Weinautoren, schreibt 1837: "Schon das äußere Ansehen des Brauneberges muß dem sorglosesten Beobachter auffallen; an dem ganzen Strome findet sich kein anderer Berg, der ihm in den sanftesten und regelmäßigsten Formen zu vergleichen (ist). Was die Natur vorbereitete, das hat die Kunst vollendet, und kaum wird anderswo ein so gleichförmig und regelmäßig betriebener Weinbau nachzuweisen sein. Von jeher gilt darum auch der Brauneberger als einer der edelsten Weine der Mosel. Es bauen in diesem Berge die Ortschaften Filzen, Dusemont, Mülheim und Lieser. Der Berg hat die vorteilhafteste Exposition gegen Mittag; der Boden ist leicht, weshalb der Rießlingstock nicht lange darin hält, und der Anbau desselben häufig erneuert werden muß. Dem ungeachtet werden von den besseren Gutsbesitzern viele Rießlinge gepflanzt." Der Ruf des Brauneberges reicht weit zurück. Anno 591 schenkt der fränkische König CHILDBERT II. seinen Hof zu "Molendinum"(Mülheim) dem Hochstift von Verdun "boni vini causa". Aus dieser Schenkung ging später die Grafschaft Veldenz hervor. Ihr nach Lage und Größe wertvollster Weinberg war der Brauneberg. THOMAS JEFFERSON, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika und auch deren 3. Präsident (1801-1809), schätzte den Brauneberger als den besten der Moselweine und lobte den 1783er, den er auf einer Weinreise durchs Rhein- und Moseltal im Jahre 1788 kennengelernt hatte.
Von den vielen Lagennamen des Brauneberges sind heute nur noch die "JUFFER" und die "JUFFER-SONNENUHR" übriggeblieben. Ehemals klangvolle und so geläufige Bezeichnungen wie "FALKENBERG", "BÜRGERSLAY", und "HASENLÄUFER" sind durch das geänderte Weingesetz diesen beiden Lagen zugeschlagen worden. Der Name "JUFFER" geht auf den Weinbergsbesitz der Nonnen des ehemaligen in Filzen gelegenen Franziskanerklosters zurück. Ein Kaufvertrag vom 17. April 1643 ist der älteste vorhandene Nachweis unseres Besitzes und Anteiles in dieser berühmten Weinbergslage. Rieslingweine aus Lagen wie "BRAUNEBERGER JUFFER" und "BRAUNEBERGER JUFFER-SONNENUHR" sind eine Rarität und Kostbarkeit, denn sie begründeten und tragen den weltweiten Ruf des Moselweines. Die Produktionskosten an den steilen Schieferhängen sind hoch, und die Mehrzahl der Arbeiten läßt sich nicht mechanisieren und ist wie seit Jahrhunderten auch heute noch Handarbeit. |