Zur Geschichte der Weinbergslage Elisenberg

Die Lage ELISENBERG erstreckt sich über die beiden Gemarkungen von MÜLHEIM und VELDENZ und umfaßt insgesamt 4,3 ha Rebfläche. Ihre Exposition ist Süd-Süd-West; 70% sind steil und 30 % hängig. Auf der nördlichen, südlichen und der westlichen Seite grenzt der ELISENBERG an den VELDENZER KIRCHBERG, auf der nordöstlichen Seite an die Lage MÜLHEIMER SONNENLAY.

Die Lage ELISENBERG befand sich von 1823 - 2003 im Alleinbesitz der beiden Familien Richter. 2004 veräußerte das ehemalige Weingut Richtershof, vorm. Artur Richter, seinen Anteil an einen Kollegen im Ort.

In Erinnerung an die allseits verehrte, früh verstorbene, preußische Königin LOUISE nannte NIESSEN den Weinberg "LUISEN'S WEINBERG". Später schloß er dann auch ihre Nachfolgerin ELISABETH VON BAYERN, Gattin FRIEDRICH WILHELMS IV., als sichtbare Ver- ehrung in die Namensgebung mit ein und bildete aus der Zusammenfassung beider Namen die Bezeichnung "ELISENBERG".

Die Qualität der RIESLING-WEINE aus dem Elisenberg ist sehr früh belegt. FERD.Richter, Schwiegersohn von F.L. NIESSEN, erhielt auf einer der ersten WEINPRÄMIIERUNGEN des landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen im Jahre 1867 eine Auszeichnung für den vorgestellten 1865er ELISENBERGER AUSLESE. Jüngste Veröffentlichungen nam- hafter amerikanischer Wein- und Gourmetmagazine loben die hohe Qualität des VELDENZER ELISENBERGES unseres Hauses. Die Fachzeitschrift "WINE SPECTATOR" stuft die 1988er Spätlese dieser Lage in einer Blindverkostung der besten Gewächse der Mittelmosel mit 94 von 100 möglichen Punkten als "herausragend" und als Nummer 4 von insgesamt 40 ausgewählten Gewächsen der führenden Qualitätsweingüter ein.

Der profilierte Rieslingkenner Stuart Pigott zählt in seinem jüngst erschienen Werk "DIE GROßEN DEUTSCHEN RIESLINGE" (ECON, Düsseldorf 1994) den VELDENZER ELISENBERG zu den "exzellenten" Rieslinglagen. Die Fruchtaromen der Elisenberg Rieslinge, schreibt Pigott, erinnern häufig an Stachelbeeren oder an herbe Pfirsiche, wie sie in vielen Weinbergen dieser Region wachsen.

Diese Beurteilungen entsprechen auch den klassischen Wertungen:
A. TRINIUS spricht in seiner Reisebeschreibung "DURCH'S MOSELTHAL" (Minden 1897) von dem "hochachtbaren ELISENBERG", und in der Güteklasseneinteilung der Moselwein-berge nach C.L. HELLERUNG (1885) wird der ELISENBERGER in der 1. Klasse zusammen mit dem BRAUNEBERG, WEHLEN, GRAACH, BERNKASTEL, PIESPORT, SCHARZHOF, GEIERSLAY und BOCKSTEIN aufgeführt.



Copyright 1999-2003 VinoNet. Home Geschichte Presse Weine Kontakte