Geschichte und Philosophie

Das Weingut Max Ferd. Richter geht auf ein im Jahre 1680 gegründetes Handelsunternehmen zurück und befindet sich seitdem im Besitze der Familie. Erste Urkunden sind älter: Ein Dokument vom 17.04.1643 belegt einen Weinbergskauf im Brauneberg.
Das Barock-Gutshaus mit französischer Gartenanlage wurde 1774 gebaut. Die vom Gutshaus getrennt gelegene Kellerei wurde 1880 errichtet und beherbergt die umfangreichsten Holzfaßkeller an der mittleren Mosel.

1813 rettete der Vorfahre Franz Ludwig Niessen, der Schwiegervater Ferdinand Richters, Mülheim/Mosel und die Grafschaft Veldenz vor der Brandschatzung durch Napoleon und seine Truppen. Es kam zu einer Begegnung auf dem Klosterberg (Helenenkloster-Weinberg), wo Franz Ludwig Niessen dem Kaiser das geforderte Lösegeld in Hohe von 3000 Thalern übergab.

Mülheim/Mosel wurde urkundlich erstmals 591 n.Chr. erwähnt, als der Merowingerkönig Childebert II. seinen Hof zu "Molendinum" dem Hochstift von Verdun "boni vini causa" schenkte.

Weinberge:

Das Weingut Max Ferd. Richter bewirtschaftet 15 ha Weinberge, darunter folgende Lagen:

Durch klicken der Einzellagennamen erfahren Sie mehr über die Geschichte der Lagen und der Weine aus diesen Lagen.
Der Rebsortenspiegel gliedert sich auf in 95 % Riesling-, 2 % Müller-Thurgau-, und 3 % Weißburgunder. Der Durchschnittsertrag liegt bei ca. 10.500 Kartons (entsprechend 65 hl/ha).

Produktionsgrundsätze:

Qualität geht vor Quantität. Zur Düngung der Weinberge wird nach wie vor überwiegend mit Naturdüngern (vor allem Stallmist) gearbeitet. Die Schädlingsbekämpfung erfolgt nach den Grundsätzen des naturnahen integrierten Weinbaues. Der Anschnitt der Reben ist begrenzt.
Es wird eine sehr späte und differenzierte Trauben- (Hand-) Lese durchgeführt, um bestmögliche Qualitäten bereits im Weinberg zu erzielen.

Weinausbau:

Gärung und Lagerung der Rieslingmoste vollziehen sich temperaturkontrolliert und gesteuert ausschließlich in traditionellen Eichenholzfässern, um den individuellen Charakter der Gewächse herauszubilden. Die Hälfte der Weine wird trocken bzw. halbtrocken ausgebaut, die andere Hälfte restsüß. Die Restsüße der Prädikatsweine wird mit Hilfe der Gärführung durch den Einsatz von Kälte und Kieselgurfiltration erzielt, also ohne Süßreserve. Die Abfüllung erfolgt kaltsteril.

Die Flaschenweine lagern in kühlen und feuchten Kellern, um eine schonende und langsame Reifung zu erzielen. Richter-Weine bringen somit eine ausgezeichnete Lagerfähigkeit und Haltbarkeit mit.
Müller-Thurgau und Kerner werden in Tanks ausgebaut und in der Regel als Landwein angeboten. Das Weingut Max Ferd. Richter behält Einzellagenbezeichnungen grundsätzlich den Rieslingweinen vor.

Spezialität:

Das Weingut bemüht sich besonders um die risikoreiche Erzeugung von Riesling-Eisweinen. Seit 1961 konnten im Max Ferd. Richter's Helenenkloster 28 Eisweine geerntet werden, die alle den 1982 geänderten und angehobenen Bestimmungen entsprochen haben, wonach Eisweine dasselbe Ausgangsmostgewicht (110° Oechsle) haben müssen wie Beerenauslesen.
Der Eiswein des Jahrgangs 1976 war der einzige an Mosel-Saar-Ruwer und der Eiswein des Jahres 2004 konnte am 17. Dezember 2004 eingebracht werden.

Seit 20 Jahren wird das Angebot um einen Jahrgangs-Riesling-Sekt ergänzt, der nach den strengen Qualitätsregeln der "Saar-Mosel-Winzer-Sekt Erzeugergemeinschaft" im traditionellen Champagner-Verfahren - handgerüttelt - hergestellt wird. Der Mülheimer Sonnenlay Brut hat mittlerweile Zutritt in die anspruchsvollsten Restaurants unseres Landes gefunden!

Leitung:

Hinter dem Erfolg des Weingutes stehen sowohl die lange Familientradition als auch das Wissen und Können der heutigen Betriebsleiter: Ökonomierat Horst M. F. Richter (1917), Dr. Dirk M. F. Richter (1946), Kellermeister Walter Hauth (1945) und Weingutsverwalter Werner Franz (1952).

Jahrgänge:

Erntebericht 2007 - Allenthalben zufriedene Gesichter

Erntebericht 2006 - Der Klimawandel ist da!

Erntebericht 2005 - Der Traumherbst der Superlative

Erntebericht 2004 - Der Weinjahrgang für jeden Tag

Erntebericht 2003 - Der Jahrhundertjahrgang

Erntebericht 2002

Erntebericht 2001

Erntebericht 2000

Erntebericht 1999



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